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Kunstradfahren

Neben den Rennfahrern und Radballern gibt es schon in den 30er Jahren die "kunstvolle" Seite im Radsport, nämlich das Reigenfahren. Diese Art des Kunstradfahrens hat den Vorteil, dass auch nicht ganz so sportliche Fahrerinnen und Fahrer mitmachen können. Entsprechende Kunstradmaschinen - Saalmaschinen - werden angeschafft.

In den 50er Jahren kauft der Verein 4 Kunsträder und damit beginnt auch der Kunstradsport nach dem Krieg wieder. 1964 tritt bei den Kunstraddemonstrationen zum 60jährigen Jubiläum der damalige Weltmeister und spätere Bundestrainer Hans Pfeiffer aus Schwenningen in Weil auf. 1972 übernimmt Herbert Piller das Training der Kunstradsportler und sorgt so für eine Wiederbelebung dieser Sportart. Von November 1983 bis 1997 leitet die erfahrene Trainerin Gaby Schuster (später Brennenstuhl) die Kunstradabteilung. Mit ihr beginnt die Erfolgsserie der Kunstradfahrer.

Petra Brennenstuhl

1986 wird Petra Brennenstuhl 3. Württembergische Meisterin der Schülerinnen B. Als erste Kunstradfahrerin des Vereins nimmt sie an der Deutschen Schülermeisterschaft 1988 teil und erreicht einen fantastischen 5. Platz, nachdem sie zuvor Württembergische Vizemeisterin geworden ist. 1992 verfehlt Petra bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften nur ganz knapp die Bronzemedaille. Ein Jahr später startet sie zum ersten Mal bei den Frauen und wird Neunte bei der Deutschen Meisterschaft 1993. Petra (Brennenstuhl) Toth ist auch heute weiterhin im Verein als Trainerin tätig.

Rolf Weiler

Rolf Weiler fängt 1987 als 6Jähriger mit Kunstradfahren an. 1988 nimmt er zum ersten Mal an einer Meisterschaft teil, kommt in den Landeskader und ist kontinuierlich auf den ersten Plätzen zu finden.1992 kann er sich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren und wird auf Anhieb sechster. Schon ein Jahr später steht er auf dem Treppchen, wird dritter, und verlässt das Treppchen während seiner Schülerzeit nicht mehr. 1994 und 1995 steht er ganz oben und holt sich den Titel des Deutschen Schülermeisters. Er ist während der ganzen Juniorenzeit in der Juniorennationalmannschaft und ist dreimal Dritter und einmal Vierter den Deutschen Meisterschaften. Bei den Junioren Europameisterschaften ist er jeweils nur Ersatzfahrer, da sich nur 2 Fahrer für die EM qualifizieren können. Seit 2000 gehört Rolf Weiler zu den Elitefahrern. Er ist weiterhin im Nationalkader und fährt erfolgreich bei Württembergischen und Deutschen Meisterschaften mit. Er wird dreimal in Folge Zweiter beim Deutschland Cup, bei den German Masters fährt er in vier Jahren dreimal unter die ersten drei Plätze und ist 3 facher Gewinner des Bundepokals. 1999 kommt er als Bronzemedaillengewinner mit 36 Flaschen Wein vom Weinpreis aus Erlenbach zurück. In der Weltrangliste ist Rolf unter den besten fünf zu finden.

Astrid Ruckaberle

Mit einer unvergleichlichen Karriere ist Astrid Ruckaberle die erfolgreichste Sportlerin des RV Weil im Schönbuch.
Seit 1988 gehört sie zur Gruppe der Kunstradfahrerinnen. Schon bald zeigt sich, dass Astrid ein großes Talent ist. Ihre Erfolgsserie beginnt mit der Bronzemedaille bei der Württembergischen Meisterschaft 1990 und der Silbermedaille bei den Deutschen Schülermeisterschaften. 1993 holt sie sich den Titel der Deutschen Schülermeisterin. Auch sie gehört zunächst dem Landeskader, dann dem Juniorennationalkader und später dem Nationalkader an Als Juniorin setzt Astrid ihre Erfolgsserie fort, sie wird dreimal Europameisterin und zweimal Deutsche Meisterin. 1998 startet die Ausnahmesportlerin zum ersten Mal bei den Frauen und sie kann sich gleich für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Tschechien qualifizieren. Das Ergebnis ist eine Bronzemedaille. 1999 wiederholt sich dieser Erfolg in Madeira. Im Jahr 2000 findet die Weltmeisterschaft im Hallenradsport in Böblingen statt und der Verein kann seine Sportlerin, Astrid Ruckaberle vor Ort anspornen. Die Freude ist riesig, als Astrid Ruckaberle als Weltmeisterin von der Gemeinde und dem Radsportverein gefeiert werden kann. Wieder einmal kann sie sich in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen. Im Jahr darauf kann sie ihren Titel in Japan erfolgreich verteidigen. 2002 erreicht sie bei der Weltmeisterschaft in Dornbirn den zweiten Platz und ist Vizweltmeisterin. Im Jahre 2003 wird Astrid zum siebten Mal Deutsche Meisterin und zum dritten Mal Weltmeisterin.

Ab 1995
tauchen noch andere Kunstradsportler auf der Erfolgsliste des Vereins auf: Patrick Ruckaberle ist ab 1994 bei Württembergischen Meisterschaften und ab 1997 bei Deutschen Meisterschaften vertreten. Er fährt nicht nur in der Disziplin 1er Kunstfahren, sondern ist mit seinem Partner Björn Peterhoff auch im 2er Kunstradfahren erfolgreich. Zusammen kommen sie 1998 bei den Deutschen Schülermeisterschaften auf Platz 4. Seine Erfahrungen als 2er Fahrer gibt er jetzt als Trainer im 2er Kunstfahren weiter.

Nadine Hoffmann ist seit 1996 dabei und ist als Schülerin und später als Juniorin auf Kreis und Bezirksebene und bei Württembergischen Meisterschaften einzeln und zusammen mit ihrer Partnerin Sabrina Fleischmann auch im 2er erfolgreich.

Carolin Bauer kann sich 2001, 2002 und 2003 für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Sie ist Mitglied im Landeskader.

Zur Zeit gehören 13 Sportlerinnen und Sportler zur Kunstradabteilung, es gibt 7 Trainer und 3 neu formierte 2er Paare. Die jüngste Sportlerin ist bereits im Landeskader. Trainingsbetrieb ist jeden Tag zwischen 15 und 20 Uhr.


hinten stehend: Petra Toth, Gaby Ruckaberle, Patrick Ruckaberle, Tatjana Jörg, Carolin Bauer, Nadine Hoffmann, Sabrina Fleischmann, Sabine Bauer, Natascha Schölzke
vorne: Rolf Weiler, Astrid Ruckaberle. Nina Teichmann, Ve Güll, Jennifer Ullrich, Lara Brennenstuhl, Jennifer Eisele

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